Der Besitzer darf lesen und schreiben. Die Gruppe darf lesen. Alle anderen dürfen lesen.
| Lesen | Schreiben | Ausführen | |
|---|---|---|---|
| Besitzer | ✓ | ✓ | – |
| Gruppe | ✓ | – | – |
| Andere | ✓ | – | – |
Typische Verwendung
Normale Dateien: Alle können sie lesen, nur du kannst sie bearbeiten.
Gut zu wissen
644 (rw-r--r--) ist der Standard für normale Dateien: Der Besitzer liest und schreibt, alle anderen lesen nur. Neue Dateien bekommen ihn automatisch, weil Programme Dateien mit 666 anlegen und die übliche umask 022 Gruppe und anderen das Schreibrecht entzieht. Er passt für HTML, CSS, Bilder, Quellcode und Konfiguration ohne Geheimnisse, und ein Webserver kann solche Dateien ausliefern, solange jeder übergeordnete Ordner x hat.
644 ist falsch für alles Geheime: Auf einem gemeinsam genutzten Server kann jeder lokale Benutzer und jedes kompromittierte Dienstkonto eine .env-Datei, ein Datenbankpasswort oder einen privaten Schlüssel lesen. Nimm dafür 600 oder 640. Skripte brauchen x, um direkt zu laufen, deshalb scheitert ./deploy.sh bei 644 mit „Permission denied“; nimm 755 oder starte es mit bash deploy.sh. Bei einem Ordner ist 644 kaputt: Ohne x kann ihn niemand betreten.
Befehle
| Modus setzen | chmod 644 file |
|---|---|
| Dasselbe mit Buchstaben | chmod u=rw,g=r,o=r file |
| Ein Ordner samt Inhalt | chmod -R 644 folder |
| Nur die Ordner darin | find folder -type d -exec chmod 644 {} + |
| So zeigt es ls -l an | -rw-r--r-- |